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Wildschwein, Reh, Fuchs – und was wir sonst noch vor unsere Wildkamera bekommen haben

Adriane März
Bildergalerie Fachbeitrag
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Ein paar erinnern sich vielleicht daran, dass ich Anfang Januar eine Wildkamera bei uns im Wald aufgehängt habe. Ansonsten schaut euch nochmal das Video an!

Wildtierkamera anbringen

Unsere Wildkamera hat einige schöne Aufnahmen gemacht, die ich euch hier zeigen will. Für euch natürlich nur die besten – insgesamt hatten wir in den drei Monaten über 250 Bilder aufgenommen. Natürlich waren vor allem Rehe und Wildschweine zu sehen. Wir wussten vorher bereits, dass es einige davon in unserem Wald gibt – Fegespuren, Verbiss und Wühl- bzw. Kratzstellen ließen darauf schließen.

Anhand dieser Spuren haben wir auch den Platz für die Aufhängung gewählt, da hier eindeutig Wildwechsel stattfindet.

Nun zum spannenden Teil

Adriane März
Ganz tolle Aufnahme von einer Geiß/Ricke mit ihrem Kitz bzw. Schmalreh.
Adriane März
Hier ein Keiler, der eindeutig von etwas aufgeschreckt wurde – gegen halb 10 Uhr morgens.
Adriane März
Über ihn oder sie haben wir uns ganz besonders gefreut – Dachse sieht man trotz ihrer Größe nicht mehr so häufig wie früher.
Adriane März
Auch den Fuchs haben wir auf unsere Kamera bekommen.
Adriane März
Der junge Rehbock, wohl ein Jährling, hat noch viel Bast an seinem gerade wachsenden Geweih.
Adriane März
Wir hatten einige Rehe im Wechsel auf der Fläche.
Adriane März
Nochmal die beiden Rehe, vermutlich die selben.
Adriane März
Nochmal ein Wildschwein, diesmal bei Nacht, das in Ruhe rumwühlt…

Wildwechsel im Wechsel

Abgesehen von Rehen (Capreolus capreolus) und Wildschweinen (Sus scrofa) haben wir tatsächlich auch einen Dachs (Meles meles) drauf bekommen. Der war für mich eine freudige Überraschung. Sie werden nicht mehr ganz so oft gesichtet wie früher, obwohl sie gar nicht so klein sind. Die Länge liegt zwischen 64 und 88 cm, die Schwanzlänge zwischen 11 und 18 cm bei einem Gewicht von bis zu 20 kg!

Beim Fuchs waren wir weniger überrascht. Auch er (oder sie) war mehrfach auf der Kamera zu entdecken.

Gegen Ende Februar und Anfang März sahen wir dann immer mehr Rehböcke, die bereits ihr Geweih bekommen – alle noch mit viel Bast, das sicherlich stark juckt. Daher das Fegen!

Beim Fegen schaben die Rehböcke mit ihrem Geweih am Baum, um das Bast abzukriegen. Je nach Baumrinde – und deren „Farbe“ – verfärbt sich auch das Geweih durch das Fegen etwas dunkler, röter, brauner oder eben heller. Das verursacht zum Teil großen Schaden, besonders an noch jungen Bäumen. Viel Wild heißt in der Regel auch viel Verbiss – auch davon gab es Spuren.

Wie dämmt ihr euren Wildverkehr und entsprechenden Schaden im Wald ein? Reicht die Jagd allein aus, um die Population in eurem Wald einzudämmen? Schreibt mir gerne Nachrichten mit euren Erfahrungen – ich bin sehr gespannt, welche Tiere ihr in eurem Wald entdecken könnt.

Und wer sich noch ein bisschen schlau machen möchte, kann hier sein Wild-Vokabular auffrischen! 🙂

Das kleine Ein-Mal-Eins des Wild-Vokabulars

Erwachsenes weibliches RehRicke oder Geiß
Weibliches Reh jünger als 2 JahreSchmalreh
Weibliches Reh im 1. LebensjahrGeißkitz
Männliches Reh im 1. LebensjahrBockkitz
Männliches Reh im 2. LebensjahrJährling
Erwachsenes männliches RehRehbock
Wildschwein-SauBache
Wildschwein-FamilieRotte
Junges Wildschwein im 1. LebensjahrFrischling
Männliches WildschweinKeiler
Starker, älterer Keiler ab dem fünften oder sechsten LebensjahrBasse oder Hauptschwein
Weiblicher FuchsFähe (auch des Wolfes und aller Marderartigen, mit Ausnahme des Dachses)

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