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Hof No 11: Winters Milchsaloon

Alica und Raphael
Bildergalerie Erfahrung
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Ein Verkaufshäuschen, in dem man Kaffeepause machen kann: Das ist der Milchsaloon der Familie Winter in Hunteburg, Landkreis Osnabrück. Am 6. März sind wir dort angekommen und für eine Woche geblieben.

Wer uns noch nicht kennt, kann erstmal hier nachschauen.

Alica und Raphael
Norddeutschland in a nutshell 🙂

Mehr Karotin für die Kühe

Rund 120 Milchkühe leben auf dem Hof Winter. Gemolken werden sie in einem Doppel-15er Swing Over Melkstand, der Herdendurchschnitt liegt bei 10.500 Litern Milch pro Laktation. Und die Milch soll hier besonders gut sein: Landwirt Rainer Winter füttert seinen Kühen Karottentrester, ein Abfallprodukt bei der Herstellung von Babynahrung. Dadurch weist die Milch einen höheren Karotin-Gehalt auf, womit der Hof auch wirbt. Außerdem verbessere die karotinreiche Fütterung die Fruchtbarkeit und Vitalität seiner Tiere, erzählt uns Rainer Winter. Den Mais für seine Futterration häckselt er auf 30 mm, wodurch das Futter genügend Struktur hat.

Alica und Raphael
Der luftige Milchviehstall der Familie Winter.
Alica und Raphael
Die Tiefstreuliegeboxen.
Alica und Raphael
Fruchtbare und vitale Kühe dank…
Alica und Raphael
… des hohen Beta-Karotin-Gehalts von Karottentrester aus der Babynahrungsindustrie.
Alica und Raphael
Das Maissilo.
Alica und Raphael
Zu zweit dauert das Melken hier 1,5 Stunden – alleine braucht man 2,5 Stunden.
Alica und Raphael
Die Trockensteher machen Urlaub auf einer Weide mit Stallzugang.
Alica und Raphael
Also richtig rum eingeparkt hat sie ja, aber irgendwas stimmt trotzdem nicht 😀

Die Kälber auf dem Betrieb Winter bekommen übrigens pasteurisierte Milch – und davon reichlich! Zwischen fünf und sechs Litern bekommen die Kleinen pro Mahlzeit bei zwei Fütterungen am Tag.

Und was hat es jetzt mit dem Milchsaloon auf sich? So nennt Familie Winter ihr Verkaufshäuschen, in dem es neben frischer Milch auch eine Kaffee- und eine Eismaschine gibt. An einem Automaten können außerdem Wurst und Käse gekauft werden.

Clevere Düngung

Rainer Winter erzählt uns, dass er die Gülle im Mais als Unterfußdünger mit dem Strip-Till-Aggregat ausbringt. So spart er sich hier den Mineraldünger. Außerdem vermengt er die Gülle mit Schwefelsäure, was zur Folge hat, dass der Stickstoff nicht verdunstet und besser von den Pflanzen aufgenommen werden kann. So kann er zwei Düngemaßnahmen miteinander kombinieren und spart sich die separate Schwefeldüngung. Und der positiven Effekte noch nicht genug: Durch die kombinierte Düngung sei der Eiweißanteil im Mais leicht höher, erklärt er uns. Dadurch brauche er bei der Fütterung etwas weniger zusätzliche Eiweißkomponenten, wie beispielsweise Rapsschrot – nicht schlecht!

Alica und Raphael
Wir haben auch bei der Feldwirtschaft geholfen. Zwar nicht beim Düngen, aber wir haben die Nachsaat in die Ackergrasmischung gewalzt.

Wir melden uns bald wieder!

Bis zum 13. März haben wir auf dem Betrieb Winter mit angepackt. Anschließend ging es weiter hoch in den Norden, auf einen Schweinezuchtbetrieb. Gleich weiterlesen! 🙂

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